Mariama Diagne steht unter einer eierschalenfarbenen Treppenwand vor dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Sie trägt einen schwarzen Blazer, darunter eine zugeknöpfte Bluse mit pinken, orangenen und gelben Farbverläufen. Ihre Haut ist mittelbraun pigmentiert, die schwarzen Haare sind schulterlang, wellig. Vom Körper aus rechts gesehen, legt das Haar das rechte Ohr frei, das linke ist bedeckt. Sie trägt transparente Creole-Ohrringe. Ihr Blick ist in die Kamera gerichtet, der Mund lächelnd geschlossen.
Foto Carolin Seeliger

Mariama Diagne

Mariama Diagne (Dr. phil.) ist Tanzwissenschaftlerin im Sonderforschungsbereich 1512 Intervenierende Künste an der Freien Universität Berlin, mit einem Hintergrund als Deutsch-Senegalesin, klassisch akademisch ausgebildeter Tänzerin und einer Praxis als Dramaturgin und Outside Eye für zeitgenössische Bühnenschaffende, u.a. am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. In ihrer Forschungsarbeit unternimmt sie mit (afro-)diasporischen und antikolonialen Perspektiven Re-Lektüren von Kulturgeschichten in Kanon und Gegenwart der darstellenden Künste und deren gesellschaftlicher Verortung. Eingeschriebene Verfahren der Kunst- und Kulturanalyse, auch in eigenen Texten, werden dabei in kollaborativen Dialogen neu gelesen und umgewertet, um sich einer Verflechtung von kulturellen Praktiken der Fantasie, Theorie und nicht-linearer Geschichtsschreibung zu nähern.